SCHUTZSCHALL macht deutschsprachige Rockmusik. Das Publikum fühlte sich – je nach persönlichem Blickwinkel – schon an Rio Reiser, Nils Frevert, Olli Schulz, Tele, Geschmeido, Element of Crime oder Kante erinnert. Das kann man so sehen, muss man aber nicht.
Den Texten kommt ebenso viel Bedeutung wie der Musik zu. Aussage und Spielfreude ergänzen sich hier wunderbar! Auf der Bühne stehen drei Musiker, die sichtlichen Spaß an ihren Instrumenten (Gesang, Gitarre, Bass, Perkussion, Schlagzeug) haben, aber den Song nie aus den Augen verlieren.
Im Hause Schutzschall trägt man der Tatsache Rechnung, dass Studio und Bühne sehr unterschiedliche Arbeitsplätze sind, die verschiedene Herangehensweisen verlangen. Deshalb versucht die Band ganz bewusst nicht, jeden Sound von der einen in die andere Situation zu übertragen, sondern inszeniert die Songs immer wieder neu, um der jeweiligen Umgebung gerecht zu werden.
Besetzung
Michael K.: Gesang, Gitarre, Komposition, Diverses
Nils M.: Gesang, Bass, Allerlei
Sven S.: Percussion, Schlagzeug, Verschiedenes
Die drei Musiker spielen schon seit 2001 gemeinsam in der Band „Kreisliga“.
Biografien
Michael K. erblickte Mitte der 70er Jahre am Niederrhein das Licht der damals grell bunten Welt. Gewöhnte sich aber schnell an die wild gemusterten Tapeten und konzentrierte sich auf das Wesentliche: Musik! Es begann mit einer extrem penetranten Blechtrommel (welche bald spurlos verschwand – Wo ist die Cold Case-Tante wenn man sie braucht? Von wegen „Kein Opfer wird je vergessen.“), ging mit Blockflöten, Heimorgeln, Klavieren und klassischen Gitarren weiter und mündete dann – ca. mit 12 Jahren – im Kauf einer elektrischen Gitarre. Seitdem hat alles andere bestenfalls sekundäre Bedeutung. Eine Besserung dieses Zustandes ist nicht in Sicht. Öffentlich musiziert hat Herr K. schon unter den Namen „Sigma“, „Jygendbynd Schnyppenbym“, „Sigma Klangkollektiv“, „FM-Synthese“, „Kreisliga“ und „Schutzschall“.
Töne spielten für Nils schon immer eine besondere Rolle. Aufgrund der klassischen Ausrichtung der Familie führte der musische Weg zuerst über Flöten-, Klavierunterricht und klassische Gesangsausbildung. Das Alles wurde über
den Haufen geworfen als er mit der ersten Gitarre in der Hand in der Formation “Strange Insanes” rockte. Die Gitarre wurde dann durch einen Bass ersetzt und endlich war er bei seinem Instrument angekommen. Nun bestimmten die tiefen Töne die Musik, bis er sich bei der Band “Sentenced to Sorrow” hinter das Mikro klemmte. Das gefiel ihm auch, so dass er beschloss, für den Rest des Lebens beides zu machen. Umgesetzt wurde dieser Entschluss in der Band “Kreisliga” und bei „Schutzschall“.
Sven, Ende der 70er am linken Niederrhein geboren, war schon immer ein Fan der lauten Töne. So trommelte er auf allem, was Krach machte. Schnell – also schon während der musikalischen Früherziehung mit roter Musikschulenlederimitattasche und rotem Glockenspiel, dem Blockflötenunterricht in der Grundschule und ein paar Stunden Gitarrenunterricht – war klar, dass das ersehnte Instrument nur das Schlagzeug sein konnte, welches dann nach und nach um weitere Komponenten der Perkussion ausgedehnt wurde. Die erste Rockband hieß „Tie your Laces“, in der er sieben Jahre seiner Jugend verbrachte. Während seiner Schulzeit spielte Sven bei den „Erasmus Symphonikern“ Pauke und was sonst so an Schlagwerk in einem klassischen Orchester anfiel. 1999 folgte das „Layback-Projekt“ und 2001 schließlich die Band „Kreisliga“. Aus dieser ergab sich dann auch die aktuelle Besetzung von „Schutzschall“, wobei hier Svens zentrales Instrument die Cajon ist … und natürlich viele andere Dinge die Krach machen (er kann’s eben nicht lassen).
Band-Geschichte
Schutzschall startete ca. 2005 als Soloprojekt, in welchem Michael Gitarren auf Sampler, Sequenzer und Computer losließ. Zunächst ging es dabei um Experimente mit offenem Ende, allerdings wurde auch von Anfang an nach dem Motto verfahren „Experimente dürfen misslingen, müssen dann aber nicht unbedingt veröffentlicht werden.“ Die gelungenen Experimente füllten damals schon eine selbstbetitelte CD, deren Tracks weiterhin digital auf den üblichen Portalen zu haben sind.
Die hier und anderswo gesammelten Erfahrungen flossen 2007/2008 in die Aufnahmen zum Album „genau jetzt“ ein. Hier entwickelte sich der Sound deutlich in Richtung einer gut funktionierenden Rock-/Popband. Die Stücke wurden von Michael noch im Alleingang eingespielt, nach Fertigstellung der Produktion drängte sich aber der Gedanke auf, dieses Material auch live zu präsentieren. Daher wurden kurzerhand zwei alte Freunde schanghait, um die Bühnen des Umlandes zu entern. Aus verschiedensten Gründen ergab es sich dabei, die Stücke in einem eher reduzierten Unplugged-Rahmen zu inszenieren, und dann um die verschiedensten klanglichen Farbtupfer zu ergänzen. So entwickelte und bewährte sich das aktuelle Bühnenprogramm.